Mit 14 Jahren hörte ich zum ersten Mal “Child In Time” von “Deep Purple In Rock” und ab da war mir klar, dass ich mich der Rockmusik verschreiben musste. Erst da kam es mir sehr gelegen, vorher seit dem Kindergarten klassischen Klavierunterricht besucht zu haben. Im Nachhinein wundert es mich nicht, dass ausgerechnet Deep Purple mit ihrem Klassikeinfluss diesen Wendepunkt herbeigeführt haben.
Wenig später besuchte ich mein erstes Rockkonzert in der “Zugabe” (das Lokal wurde mittlerweile geschlossen) in der unteren Prinz-Eugenstraße in Wien. Dort lernte ich den Keyboarder Rainer Bonelli kennen, der mich unter seine Fittiche nahm und mir eine Menge beibrachte. Bis heute verbindet uns eine besondere Freundschaft und ich bin ihm dafür sehr dankbar. Im Gegensatz zu unseren beiden Gitarristen hat mich der Blues und Boogie erst später und eher weniger beeinflusst. Im Rock, Hardrock und Progressive Rock mit seinem Jazzeinfluss fühle ich mich am wohlsten. Das spüre ich vor allem beim Komponieren. Neben Deep Purple haben mich hauptsächlich Emerson Lake & Palmer, Rainbow, Vanilla Fudge, Led Zeppelin, Pink Floyd und einige Jazz Organisten wie T.C. Pfeiler und Jimmy Smith beeinflusst.
Abgesehen vom Klavier bin ich voll und ganz von den Tasteninstrumenten, die man in den 50er bis 70er Jahren für Jazz/Blues/Rock verwendet hat, infiziert. Das sind hauptsächlich die Hammond Orgel (B3/C3/A100) mit Röhrenleslie oder Gitarrenverstärkung, das Fender Rhodes bzw. Wurlitzer 200A Piano, das Hohner D6 Clavinet und der Minimoog Synthesizer. Deren Sounds besitzen einen eigenen Charakter und eine Identität, sodass sie nach wie vor aus Aufnahmen deutlich erkannt werden. Diesen Wert erkennen mittlerweile auch immer mehr Keyboardhersteller, die sich darauf konzentrieren, diese alten (und meist sehr schweren und seltenen) analogen Instrumente mit heutiger Technik zu kopieren.